Unterwegs auf den Straßen von Graz

In Graz ist es im Frühjahr ein Wonne durch die Altstadt zu wandeln, an allen Ecken und Enden blüht und sprießt es und duftet wundervoll nach den in vollem Saft stehenden Bäumen, Sträuchern und Blumen.

 

 

Nachdem Graz so viel zu bieten hat und wir seit geraumer Zeit unsere Stadt und deren Geschichte für uns neu entdecken, werden viele Gassen, Straßen und Plätze zu Fuß erkundet. Da findet man nicht nur viele Old- und Youngtimer am Straßenrand, sondern auch die wunderbare Vielfalt der Grazer Türen und Tore. So ist im letzten Oktober daraus ein kleines feines Nebenprojekt auf Instagram entstanden, das ihr unter The Doors of Graz findet. Ich freue mich über eure Besuche, Likes und neue Follower.

 

So genug abgeschweift vom grundsätzlichen Thema hier, es geht hier natürlich weiter um klassische Fahrzeuge! Jetzt gibt es eben mehr zu sehen in den Gassen meiner Heimatstadt, neben den Perlen am Bordstein, müssen jetzt auch noch die Häuserfassaden begutachtet werden.

Ausgangspunkt war die Technische Universität in der Rechbauerstraße, von dort aus sind wir ausgezogen, um die umliegenden Gassen zu erkunden. Und wir sind fündig geworden, glücklicherweise mit relativ wenigen Mainstreamklassiker, an denen man sich sonst schnell satt sieht. Kein Käfer, kein W123 oder W124 und nur ein VW Bus! Dafür viele Youngtimer, die viele nicht am Schirm haben, teilweise richtige Außenseiter für die mein Herz besonders schlägt.

Weitere Streifzüge durch die Grazer Straßen findet ihr unter Raus mit den Klassikern auf die Straßen und dem Streifzug durch das Grazer Univiertel.

Der erste Straßenrandfund war ein ganz und gar unscheinbarer BMW Touring der Baureihe E34. Sieht man endlich wieder mal einen auf den Straßen, merkt man erst das diese Baureihe heimlich und leise aus dem Straßenbild verschwunden ist, wo hingegen die einst konkurrierenden W124er noch massenhaft zu sehen sind. Woran liegt das?

BMW E34 Touring

 

Abfahrt bereit zur Sonntagstour stand dieser Fiat 124 Spider bereit, ein recht frühes Exemplar, noch mit den zarten Chromstoßstangen verziert.

Fiat 124 Spider

 

Camping in the city: Gerne für Campingaufbauten wurde der gemeinsam mit PSA hergestellte Fiat Ducato, der seit 1982 am Markt ist genutzt. Baugleich mit dem Ducato ist der Citroen C25, der Peugeot J5 und der RAM ProMaster. Der Camping Alkovenaufbau stammt von der seit 1985 operierenden französischen Marke Challenger.

Fiat Ducato Challenger

 

14 Jahre lang wurde die Africa Twin XRV 750, eine geländegängige Reiseenduro von Honda von 1990 bis 2004 angeboten. Scheinbar noch immer ein probates Mittel um dem Alltag zu entfliehen und sich in große Abenteuer zu stürzen.

„Vital, unvergesslich in der Erinnerung, geliebt wegen ihrer Unzerstörbarkeit bei Weltenbummlern und Abenteurern. Die Africa Twin, zuletzt mit dem berühmten 750er V2 ist eine Ikone. In der Hall of Fame des Motorradbaus wird sie für immer ein Extrapodest bekommen. Es war das Motorrad für Wüsten, Kontinente, Fernweh.“
Thomas Delekat in der Welt

 

 

Ganz ohne Allerweltsklassiker geht es doch nicht, trotzdem ist er ein Sympathieträger: Allseits bekannt aus den Fernsehserien meiner Kindheit, als Bobby Ewing im roten R107 vorfährt, oder das mondäne Ehepaar Hart in Hart aber herzlich einen gelben Roadster bewegen. Von den unzähligen Filmen der 70er und 80er wo der R107 eine hübsche Nebenrolle spielt mal abgesehen. Geschuldet ist das auch seiner langen Bauzeit von 1971 bis 1989, da wurde er immer wieder gerne als luxuriöses Importfahreug in amerikanischen Filmen und Serien verwendet. Die Internet Movies Car Database spuckt ganze 1111 Produktionen aus in denen ein R107 vorkam.

Mercedes SL R107

 

 

Ein pures Enduromotorrad stellt die Yamaha XT dar, besonders beliebt begehrt und bekannt ist das Urmodell mit dem Spiegeltank.

Yamaha XT

 

 

Im täglichen Einsatz auch schon ein seltener Gefährte ist dieser letzte Opel Rekord der Modellreihe E2, das Facelift vom Rekord E in der Ausstattungsvariante Berlina mit dem 2 Liter Motor.

Opel Rekord Berlina

 

 

Gut klassische Motorräder sind jetzt nicht so ganz meins, aber eine Moto Guzzi V50 ist mir bisher noch nie untergekommen! Dieses Exemplar mit Münchener Zulassung wird auch abenteuerlich mit diversen Klebebändern zusammengehalten, mehr Alltag als Klassiker. Eine günstige Variante mobil zu sein im Innenstadtgewühl.

Moto Guzzi V50

 

 

No so ein Fahrzeug wo dem steirischen Altblechliebhaber das Herz aufgeht: Der Puch G! Gut, die meisten Puch verließen wohl als Mercedes G das Werk in Graz-Thondorf, aber beim einverleiben von geliebten guten Produkten waren wir immer schon ganz gut. Hier handelt es sich um einen, nach langem Dienst bei der Feuerwehr ausgemusterten langen 280GE, was die Farbgebung in rot mit weißen Stoßstangen vermuten lässt. Die Seilwinde, Dachgalerie, abgerüstetes Blaulicht und Reservereifen am Dach umwehten den G mit dem Duft nach Abenteuern.

Steyr-Puch 280 GE

 

 

Für Afrika sind sie wohl zu klein um exportiert zu werden sind die Toyota Starlet, den davon sieht man doch hin und wieder noch ein Exemplar. Der hat auch seine Schrammen, Dellen und Macken rundum, der P8 der dritten Modellreihe, der von 89 bis 96 produziert wurde.

Toyota Starlet

 

 

Und er hat auch was an sich, was ich noch nie zuvor gesehen habe: Einen rostenden Aufkleber!

 

 

Auch aus Japan, auch nicht mehr alltäglich im Straßenbild anzutreffen sind die Mazda Babys! Hier standen gleich zwei Mazda 121 der Modellreihe DB, keine 500 Meter entfernt in zwei Gassen. Beide gut abgerockt, der rote naturgemäß mit abgeschoßenem ausgebleichten Lack, wenn irgendwann die Liebe zur Autopflege versagt und  der Kleinwagen nur mehr funktionieren muß. Der weiße ganz schlicht in Basisausstatung mit schwarzen Stangen, der rote immerhin mit lackierten. Das Cabriofeeling verströmende große, in beide Richtungen öffnende Canvas-Top hatte keiner von beiden.

 

Seitdem ein Polo im eigenen Fuhrpark ist und auch richtig Fahrfreude vermittelt, sehe ich die Polos auf einmal auch! Auch hier: Roter verwitterter Lack und deutliche Kampfspuren.

VW Polo

 

 

Und zum Schluß noch der Quoten VW Bus! T3 mit Campingausbau mit Hochdach.

 

VW T3 Camper

 

 

Eine Übersicht aller Funde vom Straßenstrich:

 

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Katzenpapa, mit der Besten aller Beifahrerinnen an seiner Seite, beheimatet in Graz,  Gründer von Alltagsklassiker, mit der Schwäche für alte Japaner, Schweden und Modellautos; Fotograf, Autodidakt, Leseratte, bewegt Mazda MX-5, Mazda 818, Volvo 960 II und Puch Maxi L

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