Fiat 500 – Der Herzensbrecher

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Der Fiat 500 ist uns Österreichern sehr ans Herz gewachsen. In erster Linie, weil wir ihn ja in Lizenz als Steyr Puch 500 selbst fabriziert und somit eingebürgert haben. Klar, die Grazer in Thondorf hatten ihre eigenen Vorstellungen der Volksmotorisierung und wie sie die Leute vom Moped und Motorrad runter und ins Auto bekommen wollten. Da wurde ein eigenes Süppchen gekocht und der eigene, selbst entwickelte zweizylindrige-Boxermotor eingebaut und auch am Rest der Fiatbasis geschraubt und getüftelt und sich damit vom Fiat abzuheben.

Doch genug vom Pucherl, wie er im Volksmund noch immer genannt wird, wenden wir uns wieder dem Fiat 500 zu.

20 volle Jahre, in Worten zwanzig Jahre!, wurde der Fiat 500 zwischen 1957 und 1977 produziert, einen so langen Produktionszyklus hatten nur wenige Modelle wie der kürzlich ausgelaufene Land Rover, der seit 1979 produzierte Puch/Mercedes G, der ebenfalls in Graz vom Band läuft oder der Lada Taiga erreicht.

 

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Schmächtige 13,5 PS reichten 1957 noch um am Sonntag, Papa, Mama und die Bambinis aufs Land zu kutschieren um sich bei den Großeltern tüchtig mit Pasta vollzuschlagen. Im Laufe der Jahre stieg die Leistung beim Nuova 500 auf wahnwitzige 21,5PS beim 500 Sport.

Das wahre Potential des kleinen schnuckeligen Cinquecento erkannte aber ein gebürtiger Österreicher, der aus Wien über den Brenner zugezogene Carlo Abarth, der aus dem trägen Kleinwagen eine Pocket Rocket formte. Legendär ist der Abarth 595SS, die nicht nur im Strassenverkehr, sondern besonders auf den Rennstrecken in halb Europa Triumphe über Triumphe eingefahren haben.

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Bilder: Volker Stanzer

Heute, knapp 40 Jahre nach Produktionsende, ist so ein knuffiger kleiner Fiat natürlich der Liebling aller, besonders die Frauenherzen fliegen ihm zu. Da greift das Kindchenschema, jedes weibliche Wesen würde ihn gerne knuddeln und liebhaben. Verständlich das auch die Neuauflage des Fiat 500 auf Basis des Fiat Panda, aus dem Jahre 2007 so ein kommerzieller Erfolg für Fiat wurde. Billige Technik, millionenfach erprobt, günstig in Polen zusammengeschraubt, in optisch hinreißendem Retrodesign, da haben die Kunden gerne zugegriffen und die Kostenrechner jubiliert.

Es wurde auch der bereits 1979 verblichene Carlo Abarth bzw seine Marke wieder reanmiert und als sportliche, eigene Marke unter dem Fiatdach etabliert. Sowohl der Punto, wie auch der 500 sind als Abarth erhältlich, ab Herbst kommt es auch zu einem Revival des Abarth 124 Spiders, der neulich in Graz seine Österreichpremiere feierte.

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1 Response

  1. Cem A. sagt:

    Ein echter Klassiker

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