Nippon Classics Deutschland 2020

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Seit vielen Jahren sind die Treffen die Mathias Büthe veranstaltet, nicht mehr aus der Klassikerszene wegzudenken. Treffen, die besonders die kleine aber feine Szene der Liebhaber von asiatischen Fahrzeugen anspricht. Im 2007 wurde das Mazda Classics ins Leben gerufen, das jedes Jahr im Frühjahr im Berchtesgadener Land stattfindet. Das Nippon Classics führt Mathias seit 2010 weiter, nachdem der ehemalige Veranstalter das Handtuch geworfen hat. Ursprünglich war das Treffen in Essen-Borbeck und später in Raesfeld beheimatet, seit einigen Jahren trifft man sich auch im Berchtesgadener Land.

Kommen wir zum Hauptprotagonisten dieses Beitrages, Thomas „Kadi“ Fischer, der mit seinem 1993er Mazda 323 Kombi das Nippon Classics in diesem Sommer besucht hat. Er hat die Anreise aus der Obersteiermark nach Bayern, gleich zu einem Roadtrip genutzt, aber lest selbst, was er so alles erlebt hat.

 


 

„Am ersten Augustwochenende fand im Berchtesgadener Land das Nippon Classics statt. Da 2020 die Marke Mazda ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, der Veranstalter Mathias Büthe selbst aus der Mazda-Szene stammt, und es natürlich Corona eine Teilnehmerbeschränkung forderte, war es eine sehr Mazda-lastige Veranstaltung. Da ich gerade Urlaub hatte, nutzte ich die Zeit davor um mit dem Mazda den Radtstädter Tauern Pass, den Katschberg und den Großglockner zu bezwingen, nachdem die Woche davor mein Kadett-C für meine Pässe-Tour herhalten musste. Am Freitag ging es für mich noch an den malerischen Königssee. Dann aber war es endlich so weit: Am Nachmittag traf ich beim Quartier in Ainring (bei Freilassing ein). Nach und nach trafen die nächsten Teilnehmer ein. Am Abend war dann der Treffpunkt beim Klosterwirt in Anger (an einem malerischen Badesee), wo bis in die Nacht Benzingespräche geführt wurden. Nach und nach lernte ich die netten Teilenehmer kennen. Vom Mazda 1500 (einem der ersten in Österreich importierten Mazdas) bis zum letzten Xedos9 aus den frühen 2000ern waren auch schon einige automobile Schönheiten zu bestaunen.

 

 

Am nächsten Morgen hatte ich dann Heimvorteil, als langsam die Teilnehmer zur Ausfahrt, die direkt vor meinem Quartier startete, eintrafen. Ich begab mich noch schnell zur Tankstelle im Ort, da ich bei der langen Strecke auf Nummer sicher gehen wollte. Mein Mazda 323 Kombi von 1993 (der Kombi wurde bei uns von 1986 bis 1995 verkauft) ist leider kein Kostverächter (8-9 Liter/100 km), aber die 86PS bei etwas über 900 kg Leergewicht machen dafür auch Spaß.

Vor der Abfahrt nutzte ich die Zeit noch, um die verschiedenen Fahrzeuge genauer anzusehen. Da waren schon einige Raritäten dabei: Ein Mazda 121 Landaulet aus den Siebzigern (Schwestermodell des RX-5, statt Wankelmotor jedoch mit 4-Zylinder Reihenmotor), ein Mazda Cosmo Wankel-Turbo (bei uns nur mit Kolbenmotor als 929 erhältlich mit anderer Karosserie, Japanimport), diverse 929, 323, 626, sowie die obligatorischen Fun-Roadster MX5, um nur einige Baureihen zu nennen.

 

 

Los ging also die Fahrt durchs Berchtesgadener Land, wunderschöne Strecken und Landschaften wollten erfahren werden. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast führte uns die Route an den Chiemsee, wo es noch eine Kaffeepause gab. Die letzte Etappe führte uns an den Waginger See. Nach dem sehr, sehr heißen Tag waren nun alle froh, als es nach dem Abendessen zu regnen begann und etwas abkühlte (wenn es auch schon sehr heftig stürmte und regnete). Nach den obligatorischen Benzingesprächen ging es zurück ins Quartier.

 

 

Am nächsten Morgen stand das Roßfeld bei Berchtesgaden am Programm. Einige Teilnehmer, inkl. mir, machten sich so auf den Weg zum letzten Treffpunkt, einem Almgasthof in der Gegend Roßfeld/Obersalzberg. Selbst die Flachländer (ein Niederländer führte unsere kleine Gruppe an) schafften die Bergprüfung ohne Probleme, Mazda-Zuverlässigkeit eben.

Ein kleines Highlight war, als einer der Teilnehmer am Parkplatz die Vierradlenkung seines 626 GD demonstrierte. Mazda hatte schon einige technische Leckerbissen im Programm und ist ja nach wie vor der Hersteller, der die meisten Wankelmotor-PKW gebaut hat. Nicht nur der RX7, als leistbarer Volkssportler, leistete einen großen Beitrag dazu.

 

 

Nachdem Mittagessen und den letzten Benzingesprächen machte ich mich auf den Heimweg, ich freue mich schon auf das NipponClassics im September bei Graz und das nächste Mal im Berchtesgadener Land und auf ein Wiedersehen mit den wirklich sehr netten Freunden der Automobile aus dem Land der aufgehenden Sonne.“

 

 

 

Alle Bilder: Thomas Fischer

 

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