Das Ende naht!

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Das wird hier jetzt kein Weltuntergangsszenario, wie es uns ein alter Mayakalender für den 21.12.2012 prophezeit hatte und dann doch nicht eingetreten ist. Auch keine Sekte die uns die Apokalypse schmackhaft machen will, steckt hinter dem ominösen Titel. Auch das Ende des Blogs steht nicht zur Debatte.

 

 

Es geht wie schwer zu erraten war, um ein Fahrzeug. Ein altes Fahrzeug. Ein altes seltenes Fahrzeug. So selten, das man kaum brauchbare Infos darüber im weltweiten Netz finden kann. Mir ist das Auto seit Sommer 2010 bekannt, da ist er mir zum ersten Mal durch ein geöffnetes Gartentor aufgefallen, konnte es aber nicht zuordnen in den wenigen Sekunden des Sichtkontaktes. Durch die Hecke konnte man im Sommer kaum etwas erspähen, also hieß es auf den Winter warten, bis das Gebüsch seine Blätter verliert und durchlässiger für Blicke wird.

 

 

So konnte ich dann Anfang 2011 einen mehr schlechten als rechten Schnappschuss mit dem Handy machen. Ohne Zoom und mit den wenigen Pixeln die die damaligen Smartphones hergaben war das Ergebnis nicht sehr befriedigend, aber doch festgehalten und gleich hier im Blog präsentiert. Bei der Spurensuche nach Infos über den „gefundenen“ Toyota 1000/Publica fiel mir wieder ein, das auch in meiner Kindheit in der Gasse unter uns, regelmäßig so ein kleiner roter Kombi verkehrte, aber scheinbar keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterließ.

 

 

Im selben Jahr war der blaue Toyota KP 36 V dann in einer der Autobörsen der Alpenrepublik inseriert, um verhältnismässig kleines Geld, Die Beschreibung des Toyotakombis aus den 1970ern war nicht sehr schmeichelhaft und ließ auf viel Arbeit daran deuten. Das Inserat wurde im ehemaligen Altblechforum ausgiebig diskutiert, einer der Forumsprotagonisten hat sich den Kombi dann sogar angesehen und winkte nur müde ab. Sehr viel Rost, schlechter Gesamtzustand, miese Ersatzteilversorgung und der dann doch zu hohe Preis ließ wohl keinen auf den Toyotaexpress aufspringen. Die wenigen aufzuspürenden Infos zum Toyota 1000/Publica gibt es im Beitrag von 2011 nachzulesen.

 

 

So blieb er unverkauft stehen und hin und wieder erhaschte man einen Blick auf den kleinen blauen Kombi bei geöffnetem Gartentor. Vor ca. eineinhalb bis zwei Jahren war auf einmal das Tor ständig geöffnet und die Bewohner des Hauses wohl ausgezogen, ebenso war das Nachbarhaus unbewohnt. Der Kombi stand aber immer noch im hinteren Teil des Gartens. Kurz darauf kam das Gerücht auf, das sich eine Supermarktkette die beiden Grundstücke und den dahinterliegenden Ackerstreifen gesichert habe und darauf einen seiner Märkte errichten wolle. Bis jetzt ist nichts dergleichen eingetreten. Einzig die Häuser wurde ausgeräumt, die Fenster und Türen entfernt und die Bäume umgeschnitten, dafür breitet sich das Gestrüpp mehr und mehr aus.

 

 

Nachdem der Toyota zurückgelassen wurde, haben ihm die Baumfällungen definitiv nicht gut getan! Die B und C-Säulen wurden durchtrennt, sämtliche Verglasung ist entfernt oder demoliert worden. Große Deformierungen säumen die Karosserie, dort wo sie noch halbwegs gerade ist, wüten großflächige Durchrostungen. Rund um den bedauernswerten Kleinkombi holt sich die Natur ihren Lebensraum zurück und überwuchert schön langsam die kläglichen Überreste. So wartet der Publica Kombi auf sein nahendes Ende, das spätestens mit dem Baubeginn bzw. Abbrucharbeiten eingeläutet wird und der Schrotthändler mit seinem Greifer dem Elend ein Ende setzen wird.

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