Aufhören wenn es am schönsten ist: Saisonende für das Puch Maxi

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Die letzten lauen Tage, die bis weit in den November reichten, musste ich noch für die letzte Ausfahrt des Jahres mit Auguste meinem Puch Maxi L nützen., man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist. Wobei die Touren für so ein Mofa mit 50ccm natürlich beschränkt sind. Weite Strecken will ich mir mit dem Maxi L nicht mehr zumuten, diesen Wahnsinn habe ich wohl mit dem Erwerb des Führerscheins mit 18 Jahren ad acta gelegt. Zu viele Hügel die zu Bergen werden gibt es hier in der Umgebung und irgendeiner ist fast immer im Weg um an lockende Ziele zu gelangen. 

 

 

Damals mit 16 war die Freude an der neu gewonnenen motorisierten Mobilität so gewaltig, da war es einem nicht zu blöd auch weitere Strecken mit heissen 45km/h erlaubter Höchstgeschwindigkeit abzureissen. Jetzt wo man die Wahl aus mehreren Sommermobilen hat, fällt die Wahl schwer. Da bleibt für das Maxi nur die Rolle als Stadtmobil für die kurzen Wege, dort im Stadtgewühl ist man Kaiser auf Auguste, man wuselt durch die sich stauenden Autoschlangen, die Parkplatzsuche entfällt, den man findet man immer direkt vor dem Zielort einen Abstellplatz.

 

 

Oder mal die Backen zusammenkneifen und eine weitere Tour wagen? Dazu gäbe es im Alltagsklassikerumfeld im Grazer Raum doch einige Enthusiasten, die für solch einen Himmelsritt zu begeistern wären. Es würde ja fürs Erste schon ein Ritt in die Südsteiermark reichen um den süßen Duft des Irrsinns zu verkosten. Muss ja nicht so ausarten wie beim Sandmann, der mal eben nach Dänemark knattert. Na mal sehen, was uns über den langen grauen Winter so für Ideen kommen.

 

 

Auf alle Fälle ist die Saison für das Maxi zu Ende, nach ein paar Modifikationen und Wartungsarbeiten im Frühjahr, lief es brav und seinen Zweck erfüllend. Ein paar Fahrten kamen über die Saison zusammen, alles Wege im Alltag um mal zum Supermarkt zu kommen, in die Stadtbücherei, die Eltern am anderen Ende der Stadt zu besuchen. Aber auch zum Alltagsklassiker Saturday Night Cruising im August bin ich mit Auguste gefahren, Heim dann aber grinsend mit meinem wieder auferstandenen MX-5, das ist aber eine andere Geschichte. Aber auch die eine oder andere Bewegungsfahrt, wenn sie schon wochenlang unbenutzt rum stand. Das ließ sie mich gleich spüren, mit miesem Kaltstartverhalten und anfänglicher Zickigkeit.

 

 

Bleibt nach einer ausgiebigen Runde durch die City um die Mühle warm zufahren, nur noch den Luftdruck in den Reifen zu kontrollieren, den Tank voll zu füllen und nach dem abstellen an einem trockenen Platz eine luftige Abdeckung über das abgekühlte Maxi zu werfen. 

Wir sehen uns im Frühjahr wieder Auguste und dann fahren wir mehr als die heuer zurückgelegten 207 km. Vor Saisonstart und dem frischen Pickel im Frühjahr, wird die Rücktrittbremse noch ein Thema werden. Ein neuer Belag wird die doch etwas mangelhafte Bremsleistung wieder auf angstfreies Niveau heben.

 

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Gründer von Alltagsklassiker, mit der Schwäche für alte Japaner, Schweden und Modellautos; Fotograf, Autodidakt, Leseratte, bewegt Mazda MX-5, Mazda 818, Volvo 960 II und Puch Maxi L

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