Winterrallye 2026 – Im Klassiker durch Schnee & Eis

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Die bereits 19. Ausgabe der Winterrallye Steiermark stand vom 15. bis 17. Jänner dick und fett im Kalender – eine der Veranstaltungen, die mich schon im letzten Jahr fasziniert hat. Hier treffen knirschender Schnee auf Spikesreifen, Minusgrade auf beschlagene Scheiben, sowie Oldtimer & Youngtimer auf unerschrockene Piloten und deren Beifahrer. Also nichts wie auf zum Start am Freitagvormittag am Leobener Hauptplatz.

 

 

Die Winterrallye ist eine der Institutionen im Segment der Winterveranstaltungen für klassische Fahrzeuge. Das internationale Starterfeld umfasste 40 Teilnehmer aus Norwegen, Polen, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Italien und Österreich.

 

 

Das älteste Fahrzeug im Feld war ein Volvo 122 S aus dem Jahr 1965, der jüngste Teilnehmer ein 20 Jahre alter Subaru Impreza STi. Den größten Teil des Starterfeldes stellte ein Sportwagenhersteller aus Stuttgart: Neben einigen Porsche 911 waren es vor allem die Transaxle-Modelle 924 und 944, die sehr stark vertreten waren.

 

 

Dazwischen fand man einen bunten Mix an Fahrzeugen, der das Herz eines jeden Klassikfreundes höherschlagen lässt. Hier findet man keine High-End-Klassiker, dafür Fahrzeuge, die man auf solch strapaziösen Rallyes auf Eis und Schnee nicht unbedingt erwarten würde.

 

 

Einen Citroën 2CV würde man im Winter eher an der Côte d’Azur erwarten als auf gepökelten steirischen Straßen.

 

 

Gut gereifte Volvo Amazon sieht man durchaus häufiger auf sommerlichen Oldtimertreffen – aber sie gleich auf gesalzenen Straßen zu malträtieren? Klar, die halten das aus. In Schweden, ihrer Heimat, mussten sie jahrzehntelang bei weitaus widrigeren Witterungsverhältnissen funktionieren.

 

 

Einen weiteren Schweden hat man heute kaum noch auf dem Schirm: den Saab 96 V4. Gleich zwei waren bei der Winterrallye am Start. Alte Saabs treten, wenn überhaupt, meist als 900 und nur sehr selten als 9000 in Erscheinung. Dabei hatten die 96er eine erfolgreiche Rallyekarriere – damals noch mit Dreizylinder-Zweitaktmotor, einschließlich zweier beachtlicher Gesamtsiege bei der Rallye Monte Carlo in den Jahren 1962 und 1963.

 

 

Auch einen Fiat X1/9 würde man eher mit geöffnetem Targadach bei milderen Temperaturen vor dem Eissalon vermuten. Hier wurde er,  im Alitalia-Livree mit Kampfspuren versehen, hurtig über steirische Berge und Täler gescheucht.

 

 

Feine Heckschleudern à la Hundeknochen“-Escort, BMW E30, Ascona B, zornige Käfer und MGB GT sind eine wahre Freude, wenn man sie draußen in freier Wildbahn erlebt – wie sie die kurvigen Bergstraßen im Drift nehmen. Aber auch Fronttriebler wie Minis, Renault 5 Alpine Turbo und Golf GTI der ersten Generation waren am Start. Ebenso Allradfahrzeuge wie ein Audi Urquattro, BMW E34 oder ein Mercedes-Benz G.

 

 

Nach zwei ereignisreichen Tagen auf steirischen Straßen, weit abseits der Zivilisation, gab es natürlich auch drei Teams am Siegertreppchen:

1. Andreas Zunehmer / Rolf Pellini – Renault 5 Alpine Turbo

2.Christian Pötz / Maria Pötz – Subaru STi

3.Michael Zottler / Alexander Lapczuk – Ford Escort MK1

 

Bilder von der Winterrallye 2025 findest du hier.

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