Automobilia: Mazda 323 Popeye

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Sammeln und jagen waren schon des Öfteren Thema hier im Blog. Fängt man einmal damit an, sich mit dem Thema Fahrzeuge, in meinem Fall vermehrt Autos, zu beschäftigen, kommt man auf die tollsten Dinge, die sich rund ums Auto drehen.

In meinem Fall ist das große Interessensgebiet natürlich Mazda. Diese Saat wurde in jungen Jahren gelegt, durch drei aufeinander folgende Mazda 626 (GC, GD, GE) ab 1984 in der Familie. Zusätzlich versorgte mich der Stammhändler meines Vaters aus St. Martin im Sulmtal mit unzähligen Prospekten, Plakaten und der Mazda Kundenzeitschrift. Einfach kalt angefixt und abhängig gemacht.

Seltsamerweise besaß ich in den ersten 4 Jahren nach Erwerb des Führerscheins kein einziges Fahrzeug der Marke, dafür zwei Fiats, einen Volvo und eine Kawasaki. Der erste Mazda zog erst 1999 mit dem MX-5 NA ein, mittlerweile habe ich sieben Mazdas besessen, aktuell sind es gerade drei Exemplare.

 

 

Doch ich merke, ich schweife vom ursprünglichen Thema ab. Es soll heute und hier um Automobilia gehen. Also all das Zeugs rund um das Thema Fahrzeuge. Prospekte, Modelle, Werbematerial vom Kugelschreiber bis zum Schlüsselanhänger. Man freut sich über die Pressemappe des Mazda RX-8, deren Händlerpräsentation ich 2003 in Teesdorf beiwohnen durfte, oder des MX-5 NC aus Genf, die mir Mazda Austria zukommen ließ. Man jagt spezielle Ausstattungsbeilagen und Farbtabellen zu den Prospekten aus den 1970ern, oder einem deutschsprachigen Prospekt des 323 Van, das ich auf der Oldtimermesse Tulln fand.

 

Wikipedia meint dazu:

Der Begriff Automobilia beschreibt Sammelobjekte verschiedener Art aus dem Bereich der motorisierten Mobilität.[1] Das Spektrum reicht von Fahrzeugteilen, Kühlerfiguren, Markenzeichen und Schriftzügen über Verkaufsliteratur, Fach- und Markenbücher. Weiterhin zählen dazu Gegenstände, die als Andenken (Give-Aways, Aschenbecher, Tischsets usw.) gedacht sind sowie etwas zweifelhafte Devotionalien wie beispielsweise dem Original-Helm eines bestimmten Fahrers einer Rennserie oder einem abgebrochenen Stück von einem Bauteil eines Rennwagens. Auch Kunstobjekte (Gemälde, Drucke, Skulpturen) können dazu gehören, wenn damit das Thema Automobil im weitesten Sinne behandelt wird. Dabei kann es sich auch um Ornamente, Werbung oder Bedienungsanleitungen handeln. Auch Gegenstände aus dem näheren Umfeld, wie etwa Tankstellenzubehör, werden darunter verstanden. Fahrzeuge als solches zählen hingegen nicht dazu.

 

Klar steht am Gartentisch ein Aschenbecher für Gäste vom Mazdahändler. Am Schreibtisch selbstverständlich ein Stiftehalter in Form einer MX-5 NA Front. Im Herrenzimmer lehnt eine Sonderwerkzeug-Blechwand aus einer aufgelösten Mazdawerkstatt, an der Wand hängen diverse Werbebilder. Das Wohnzimmer schmückt ein beleuchteter Lichtwerbekasten vom selben Händler, mit dem alten Mazdalogo, das bis 1975 aktuell war.

Jetzt liefere ich auch noch den Grund, warum es diesen Artikel überhaupt gibt:
Ganz zufällig bin ich in den letzten Wochen zu einigen Devotionalien des Mazda 323 Popeye Sondermodells gekommen, ja Devotionalien, den ich finde sie anbetungswürdig. 😉

 

 

Begonnen hat diese Geschichte in den frühen 1980er Jahren, entweder 1983 oder 1984. Da wurde das Mazda 323 Sondermodell Popeye lanciert. Besser ausgestattet als das Serienmodell, mit roten Zierleisten rundum, als Namensgeber fungierte der durch Spinat erstarkte Cartoon-Seemann Popeye. Die Werbung hatte bei Mazda lange Zeit die Agentur Demner&Merlicek über, die sich zum besagten Sondermodell mit ihrer Kreativität nicht lumpen ließ: Zur Präsentation bei den Händlern wurde ein Exemplar des Sondermodells verlost. Jeder Besucher erhielt eine Dose (Kaugummi) Spinat, in einer der Dosen war der Wagenschlüssel versteckt. Ein weißer Aufkleber jener Präsentation fand den Weg in meinen Besitz und nachdem ich eine treue Seele bin, befindet er sich dort noch immer.

Cut. Fast 40 Jahre später kommt eine Nachricht von Jürgen, mit dem Bild eines grünen 323 Popeye Stickers. Natürlich will ich den haben, keine Frage. Jürgen und Andrea handeln mit feinsten Vintagewaren, sieh dir mal ihren FRT Vintage Shop an.

 

 

Kurze Zeit später erlöse ich einen befreundeten ehemaligen Mazdahändler, der in Rente geht, von großen Teilen seiner Altlagerbestände. Darunter befinden sich auch zwei Popeye-Kennzeichen, wie sie die Neufahrzeuge im Schauraum zierten. Nur kurz darauf wieder eine Message von Jürgen, ob ich nicht die Popeyedosen auf der großen Kleinanzeigenplattform gesehen hätte. Und so sind seit dieser Woche auch drei leere Dosen einer Sondermodellpräsentation in meinem Besitz. Klar, das braucht alles kein Mensch, aber ich freu‘ mich wie ein Schneekönig. Jetzt muss ich nur noch Platz machen in einer meiner Vitrinen, damit diese Raritäten gut zur Geltung kommen.

 

 

Und nein, ich brauche nicht auch noch ein echtes 323 Popeye SoMo. Aber über ein Prospekt, wenn es den eines gab, würde ich mich freuen. Das 323 Popeye Sondermodell gab es laut meinen Recherchen vom 323 BD, 323 BF und 323 BG.

Und was sammelst du so an Automobilia? Ich freue mich über deinen Kommentar deiner Sammelleidenschaft, hier oder auf Facebook.

 

Weiterführende Links:

Kleine Zeitung

Brands History

1 Response

  1. Christoph Bittersohl sagt:

    Hallo – kommt mir schon bekannt vor – diese Leidenschaft fuer gewisse Dinge – da hab‘ ich ein weites Feld – was Young – u. Oldtimer betrifft : den Justy 1.2 Ecvt (90) hab‘ ich vorgestellt – da gibt es noch den Skoda Felicia zum 100 jaehrigen der Gruendervaeter Laurin&Klement – den 1.6er mit vermtl. schaerferer Nocke (95) , von dem es nur 500 Stueck geben soll ( Prozess um Namensrechte an L&K damals anhaengig ) – den Saab 9000 CS (92) mit den Carlsson’s – alles im top Zustand – viele Unterlagen , Prospekte , Fotos – u.a. zu sehen in der Skoda Community u. Subaru Community unter ‚chribitt‘ – Gruesse von Chris

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