Alltagsklassiker Cruise’n’Grill 5.0

Gute Planung ist die halbe Miete
Kaum ist das Cruise’n’Grill zu Ende, startet eigentlich schon die Vorbereitung für das kommende Jahr. So war es auch nach dem letztjährigen Cruise’n’Grill 4.0, da wurde bereits heftig via Google Maps an der Route gefeilt, den der Endpunkt bzw. das Highlight – das Grillbuffet stand mit dem Ausflugsgasthof Preschan schon fest. Da wurde dann schon im Herbst 2017 eine erste Befahrung der geplanten Route vorgenommen inkl. Kaffeepause bei den Preschans. Solche Ideen müssen dann immer ein wenig ruhen und reifen, um sie nach der Klassikerwinterpause wieder aufzugreifen und verfeinern.

 

 

Wo ist die perfekte Route?

 

Durch eine Baustelle und damit einhergehender Straßensperre gehandicapt, war die geplante Streckenführung noch nicht ganz rund, deswegen wurde im Frühjahr ein weiterer Versuch gestartet. Diese erwies sich dann als zu lang und wurde wieder verworfen. Zurückgekommen wurde wieder auf die erst befahrene Strecke, die sich als goldrichtig erwiesen hatte. Dann ging es auf die Terminsuche, die aufgrund der auf den Samstag verrutschten Saturday Night Cruising schwieriger wurde. Erst wurde der Sonntag nach dem Augusttermin anvisiert, aber schnell wieder verworfen. So wurde es der 11. August, der zwar mit dem Moto GP Rennen am Red Bull Ring im Murtal kollidierte und damit im Grazer Raum für volle Betten in der Hotellerie sorgte. Einige weitgereiste Besucher mussten somit weit ausweichen mit ihren Nachtlagern.

Schließlich wurde mit Birgit Preschan, unserer Gastgeberin im Wirtshaus, ein rundum glücklich machendes Grillbuffet erstellt, das auch bei Bedarf Veganer und Vegetarier begeistert hätte. Fehlten nur noch großzügige Sponsoren für das Goodiebag, das mittlerweile auch zum Cruise’n’Grill als fixer Bestandteil dazu gehört. Dann ging es an die Ausschreibung und das warten auf die ersten Anmeldungen, sowie checken der Geldeingänge am Konto. Ein letztes Mal die Strecke abfahren zwei Tage vor Veranstaltung gehört natürlich auch dazu, um etwaige Baustellen o.ä. auszumerzen. Und just in der ersten Ortsdurchfahrt standen wir vor einer Straßensperre, die Verlegung neuer Gasrohre hat natürlich Priorität. So wurden flugs die ersten paar Kilometer Wegstrecke umgeplant.

 

 

Start
Der Samstagmorgen begrüßte uns mit dicken Wolken, aber angenehmeren Temperaturen, die die Hitzewelle der vergangenen Wochen etwas in den Hintergrund drängte. So ging es gut gelaunt und frohen Mutes zum Treff- und Startpunkt unserer kleinen Old- und Youngtimertour nach Peggau zum Restaurant La Cucina. Dort wurde neben den üblichen Begrüßungsritualen, gleich am Parkplatz gefachsimpelt, Autos bestaunt und viel Blech geredet.

Neben vielen altbekannten Bekannten und Freunden aus Forum, Treffen usw. wurden auch einige neue Teilnehmer willkommen geheißen, darunter auch Teilnehmer aus Oberösterreich, Niederösterreich, dem Südburgenland.

 

Borgward B2000

 

Patrick hat auch einige Stunden Anfahrt fernab der Autobahnen mit seinem Borgward auf sich genommen um erstmals mit dabei zu sein. Dazu noch Jürgen aus dem Allgaü mit seinem 960er Volvo und welch Ehre, Lars aus Dithmarschen in Schleswig Holstein, auch bekannt als Blogger Watt’n’Schrauber mit seinem W124er namens Hein.

 

Hein

 

Ihm gebührt normal ein Pokal für die weiteste Anreise aller bisher teilgenommenen Cruiser. Lars wurde auch gleich die Schuld für den plötzlich einsetzenden Regen zugesprochen, denn er hatte am Vorabend in der Grazer Steirerstub’n sein Schnitzel nicht aufgegessen – das nächste Mal bekommt er eine Kinderportion und dann passt wieder alles. So wurde das La Cucina freudig gestürmt und hinter Schlemmerfrühstücken und dampfenden Kaffeetassen sah man viele gut gelaunte Gesichter.

 

Unterwegs im Stübinggraben

 

Tour
Als die Uhr zum Aufbruch mahnte wurde noch ein kurzes Fahrerbriefing abgehalten, die letzten Teilnehmergebühren eingesammelt und dann ging es schon los in das Abenteuer Cruise’n’Grill 5.0! Bis sich alle im Konvoi sammeln und es los geht, vergehen einige Minuten, der prasselnde Regen machte die Sicht durch den Pro-forma-Rückspiegel der Erbse nicht besser. Natürlich hat sich es ein Ortskundiger nicht nehmen lassen die ursprünglich geplante gesperrte Route zu entern und mit ihm der Rattenschwanz der hinter ihm cruisenden. Diese Straßensperre wurde wieder erwarten für das Wochenende aufgehoben und es war eine Durchfahrt möglich. So gab es einige hektische Telefonate, ein wenig Warterei, aber nach wenigen Minuten waren alle wieder fein säuberlich zwischen meinem Führungsfahrzeug und den Schlussmänner (Martin und Alex) und der Schlussfrau mit dem Telefon (Anja) aufgereiht. So ging es bei nur mehr leichtem Regen rein in den malerischen Stübinggraben, den wir gemütlich gecruist haben. Über kleine enge Nebenstraßen ging es über Gschnaidt, Sankt Pankrazen, Stiwoll, Södingberg, Affling, Bärnbach mit kleinen, schwachen Altherren-Blasen geschuldeten Pinkelpausen zum Fotostopp vor dem Lipizzanergestüt in Piber.

 

Alltagsklassiker on Tour

 

Fast am Ziel
Das Wetter zeigt sich ob Lars‘ mangelndem Appetit dann doch noch einsichtig und gütig, nach und nach brach die Sonne durch die Wolken. Durch Köflach und vorbei an der einzigen Ampel auf 63km Fahrtstrecke, die glücklicherweise auf Durchzug programmiert war, ging es auf die letzte Etappe unserer Tour – Richtung Arnstein, einer Katastralgemeinde von Voitsberg, zum Ausflugsgasthof Preschan. Bis auf zwei kleine Zwischenfälle kamen wir gut ans Ziel unserer kurzen Reise: Ein Auffahrunfall uns entgegenkommender junger Heißsporne, sowie kurzfristige Getriebeprobleme an Jürgens 960er Volvo, hielten uns aber nur kurz auf.

 

Fragende Gesichter mit schneller Lösung

 

Der Hunger war stärker als alle kleinen Steine die uns in den Weg gelegt wurden. So wurden die liebevoll gedeckten Tische im Ausflugsgasthof Preschan besetzt, die ersten Getränke geordert und das köstliche Grillbuffet in Angriff genommen. Stunden später sah man in glückliche und satte Gesichter, besonders das himmlische Dessertbuffet sorgte für Herzerl in den Augen. Das Feedback für die kulinarischen Köstlichkeiten war überwältigend und auch die Streckenführung wurde von den teilnehmenden Klassikerpiloten gelobt. Sieht fast so aus, als sollten wir 2019 wieder etwas auf die Räder stellen und das Cruise’n’Grill 6.0 zu planen beginnen.

 

 

Danke
Kein großes Ganzes ohne ein paar Worte des Dankes:

Danke an alle Teilnehmer für gute Laune, freundliche Gesichter, Disziplin beim Konvoifahren, sowie die teils immens weiten Anfahrten. Danke auch noch an die Spenden für das Geheimprojekt K.O.R.K, die Claus noch nach dem feudalen Mahl eingesammelt hat.

Ein herzliches Dankeschön an Herbert Preschan, der uns erst auf die Fährte des Ausflugsgasthofs Preschan gebracht hat. Danke an Birgit Preschan und an ihr freundliches Team, die für wohlige Genussmomente gesorgt haben und wohl auch viele neue Stammgäste.

Danke an die Sponsoren unseres Goodiebags: Gerhard aka Garagenliebling für die Energydrinks, der S&K Werkstatt für Lufterfrischer und Feuerzeuge, dem Lipizzanerheimat Tourismusverband für die Sackerl, Wasser, sowie Infomaterial zu den Schönheiten und Attraktionen der Region.

Ein letztes Danke geht an Anja der Besten aller Beifahrerinnen, für Mitplanung, Goodiepack zusammenstellen und das zusammenhalten der Truppe im Schlussfahrzeug (mit Martin und Alex).

Wie gewohnt feine Bilder und einen Bericht gibt es von Wolfgang Müller auf seinem Blog Speed is Life.

Rückblicke auf die vergangenen Cruise’n’Grill hier: 2014, 2015, 2016 und 2017.

 

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Katzenpapa, mit der Besten aller Beifahrerinnen an seiner Seite, beheimatet in Graz,  Gründer von Alltagsklassiker, mit der Schwäche für alte Japaner, Schweden und Modellautos; Fotograf, Autodidakt, Leseratte, bewegt Mazda MX-5, Mazda 818, Volvo 960 II und Puch Maxi L

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