200 Minuten Classic 2018

Der erste Schritt außer Haus war schon zum abgewöhnen frühmorgens am Weg zum Auto: Nass und kalt, ein Wetter bei dem man keinen Hund vor die Türe jagt! Aber das weiß man halt nicht Monate vorher, wenn man frohen Mutes die Anmeldung zur Jubiläumsausgabe der 200 Minuten Classic absendet. Noch dazu war die Klassikerrallye in den letzten Jahren immer flott ausgebucht und daher hieß es flott handeln und einen Startplatz sichern. Die Stimmung hebt es auch nicht, wenn man weiß das die Heizung abgeklemmt ist, weil einer der Schläuche porös war und man es verabsäumt hat rechtzeitig für Ersatz zu sorgen.

Kurzfristig habe ich mit einer Teilnahme mit dem MX-5 geliebäugelt, aber das ist auch ein Fahrzeug zum offen fahren und nicht zum drinnen hocken wie in einem Zelt bei Regenwetter, wenn es aufs Stoffdach prasselt. Luxusprobleme, ich weiß! Also doch die Erbse aus der Garage geholt, 2 Jacken, dicke Socken und eine Kappe eingepackt und ab durch die Mitte!

 

Wet race

 

Es folgten wieder viele der Aufforderung einen spannenden Tag im Klassiker zu verbringen, um der bereits zehnten 200 Minuten Classic beizuwohnen. Helmut Hostnik und Felix Predl, die kongenialen Veranstalter, lockten wieder ein äußerst buntes Starterfeld nach Empersdorf. Rund um die FF Empersdorf war der Parc Ferme, wo sich die Klassiker von Alfa Romeo bis Zastava zum Start einfanden. Das übliche Prozedere mit Anmeldung, Fahrerbriefing, anbringen der Startnummern sowie einem ersten Blick in das Roadbook wurde flott abgehakt. Denn es warteten ja schließlich kalte Getränke und heiße Würste, sowie Kaffee und Kuchen auf seinen Verzehr!

 

 

Der erste Teilnehmer eröffnete um Punkt 10h die Rallye, unsere Startzeit war mit der Startnummer 85 erst um 11h25 angesetzt. Zeit genug für eine gemütliche Fotorunde im Nieselregen durch das Fahrerlager und viele interessante Gespräche mit den Hobbykollegen. Man staunt was für Perlen in der näheren Umgebung alle gehegt und gepflegt werden, die man sonst auf keinem Klassikertreffen zu sehen bekommt. Ein kleiner Auszug der Perlen, die mich besonders angesprochen haben:Yugo Koral 45 sowie Yugo Cabrio, Datsun 240Z, Alfasud “Valentino“, Erstserien Mitsubishi Colt, Alpine A610 uvm.

 

Datsun 240Z

 

Wir hatten uns zu einer Dreiergruppe in Startreihenfolge zusammengerottet, altbewährte Mitglieder des Alltagsklassiker Racing Teams, bestehend aus Volvi & Jakob im W124 250D, Gernot & Philip im RX-7 FB, sowie Micky und Anja in der Erbse. So ist man auf den Wertungsprüfungen in vertrauter Gesellschaft und auch bei den Pausen mit launigen Gesprächspartnern versorgt.

 

Bewährtes Gespann bei der Startaufstellung

 

So ein feiner Nieselregen ist erträglich, wenn man nicht gerade um Hundertstelsekunden kämpft, genau eine Radumdrehung weit fahren muss oder eine Zielbremsung Millimetergenau umsetzen soll. Dementsprechend leger sind wir das ganze angegangen, ohne große Ambitionen, trotzdem mit viel Spaß an der Sache, denn die Route hat uns auch dieses Mal wieder über verschlungene Straßen an Orte geführt, wo man sich normalerweise nicht hin verirrt. Man denkt man kennt die Oststeiermark und dann fährt man durch Orte und Berge, wo man doch noch nie war. Durchzogen mit vielen feinen Wegen, die wir sicher nochmal für die eine oder andere Sonntagsrunde nach fahren werden.

 

 

Mittags waren wir Gast in der Kulmlandhalle wo wir mit einem rustikalen Mittagessen sowie einem Frühschoppen mit Livemusik versorgt wurden. Nach Speis und Trank, ging es zu den letzten beiden SPs auf einer wundervoll geführten Route, retour zum obligaten Ausklang beim Gasthaus Lecker in Rauden. Viele legten noch was essbares nach oder labten sich an Mehlspeisen und Kaffee, während der Glückshafen geöffnet wurde, sowie die Startnummernverlosung über die Bühne ging.

Nachdem ein anstrengender Arbeitstag vor der Türe stand, verließen wir die Veranstaltung mit reichlich gefüllten Sackerl voller Preise und spritzten die Siegerehrung. Mangels Ehrgeiz war nichts zu erwarten, folglich konnten wir nach einem ereignisreichen Tag gut gelaunt den Heimweg antreten. Am halben Weg trudelte schon die erste WhatsApp Nachricht ein, garniert mit einem Bild: Darauf ein Pokal mit der 3 eingraviert, Platz 3 in der Oldtimerklasse 2! Großes Staunen und Jubelschreie! Kurz darauf die nächste Nachricht von Philipp: Rang 4 in der Gesamtwertung! Noch größere Freude und Ungläubigkeit! So geht es wenn man sich keine großen Kopf macht, das ganze locker angeht und mit Spaß dabei ist.

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern, auch die beiden weiteren Alltagsklassiker Teams haben sich respektabel mit einem 18. (Volvi & Jakob) und 41. (Gernot & Philip) Gesamtrang geschlagen, Gratulation!

 

Wenn Bronze wie Gold glänzt!

 

Unser Dank geht an Felix und Helmut, samt ihrem äußerst gut gelaunten, professionellen und freundlichen Team, die die 10. 200 Minuten Classic wieder zu einer besonderen Veranstaltung gemacht haben. Wir freuen uns schon auf die Ausgabe #11.

Die Ergebnisliste gibt es auf der Webseite des Veranstalters, feine Bilder bei Wolfgang Müller auf Speed is Life.

 

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Katzenpapa, mit der Besten aller Beifahrerinnen an seiner Seite, beheimatet in Graz,  Gründer von Alltagsklassiker, mit der Schwäche für alte Japaner, Schweden und Modellautos; Fotograf, Autodidakt, Leseratte, bewegt Mazda MX-5, Mazda 818, Volvo 960 II und Puch Maxi L

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