Virtuelles Alltagsklassiker Saturday Night Cruising 2020: Teil 3

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Viele Klassikertreffen, Teilemärkte, Ausfahrten und Messenwerden abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, das liegt uns eingefleischten Petrolheads richtig schwer im Magen. Auch das Alltagsklassiker Saturday Night Cruising Anfang April im Grazer Citypark fällt den strengen Massnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Coronakrise zum Opfer.

Deswegen packen wir die Gelegenheit beim Schopf und treffen uns einfach virtuell hier im Blog! . Gibt es Fragen zu den gezeigten Fahrzeugen, dann nutze bitte Kommentarfunktion unter dem Beitrag. Aufgrund der teils doch recht umfangreichen Texte der virtuellen Treffenteilnehmer, werde ich die jeweiligen Beiträge auf fünf Teilnehmer begrenzen. Sobald wieder fünf neue eingegangen sind, kommt der nächste Blogbeitrag.

Willst du auch mit deinem Fahrzeug am virtuellen Alltagsklassiker Saturday Night Cruising teilnehmen? Schick mir ein Mail an snc@alltagsklassiker.at mit Bild(ern) und Text.

#alltagsklassikerathome

 


 

Volvo-Micky
„Elke ist ein 1977 Volvo 244, ein  nur 500 mal gebautes Sondermodell zum 50jährigen Firmenjubiläum mit einiger Sonderausstattung ( getönte Scheiben, Velourspolster,…)
Vor mittlerweile mehr als 10 Jahren von einem Freund vom Schrott gerettet, technisch durchgeschraubt, optisch „versaut“ 🙂, da es ohnehin zu spät war den Originallack zu retten- der war grossflächig abgeblättert. Ein wenig Tieferlegung, Frontspoiler, Alus und breite Reifen mussten auch sein.

 

 

Ich lieb´ generell die ganze Baureihe, ich fahr 2er Volvos seit ungefähr 25 Jahren. Den 77er lieb ich nochmal besonders für seine Einfachheit, seine Robustheit und all seine Narben und Schrammen. Dafür, daß er immer wieder einfach funktioniert wie er soll obwohl er nie eine Restaurierung gesehen hat.
Das Ding macht seit 43 Jahren das, wofür es gebaut wurde, kriegt ab und zu ein paar Teile und hin und wieder auch a bissl Blech und Lack. Dann noch Öl und Sprit rein und das fährt immer und immer wieder einfach weiter.“

 


 

Martin E.
„Da ich nie zu den Grazer Treffen kommen kann, weil ich in Wien wohne, finde ich dieses virtuelle Treffen eine gute Idee!

Meine Begeisterung für Sowjetautos begann Anfang der 90er Jahre kurz nach der „Wende“, als ich als kleines Kind auf dem Rücksitz des Opel Kadett meines Vaters auf der Autobahn das erste Mal einen roten Lada 2104 Kombi sah.

 

 

Mein 1992er Lada 2107 – von mir Ladja genannt – ist aus Erstbesitz, und stand nach dessen Abmeldung 5 Jahre beim Händler, bis ich sie vor 16 Jahren zu mir holte. Die Hinterachse poltert bei Unebenheiten in Kurven wie Chruschtschow mit dem Schuh bei der UNO Vollversammlung. Die Lenkung reagiert wie ein Sowjetsoldat mit 2 Promille. Die Schalter im Cockpit sind so groß, dass man sie auch mit einem Kosmonautenhandschuh bedienen kann. Die Rückbank besteht nur aus Schaumgummi mit Federn, überzogen mit weichem Velour, aber sehr bequem. Extras: 2 Aschenbecher hinten! Die Konstruktion ist einfach – hast du Hammer, Zange, Schraubenzieher und ein Stück Draht, kommst du bis nach Leningrad.

 

 

Grüße aus Wien“

 


 

Sewi M.
„Ich bin der Sewi, bin 23 und aus Oberösterreich.
Das ist in der „Quarantänezeit“ meine Ablenkung, ein 928er Koenig Specials mit 310PS mit Schaltgetriebe.
Ausgegraben hab ich ihn in Kroatien, den Motor habe ich schon komplett überholt und auf Trijekt umgebaut, da sich diverse Vorbesitzer an der Elektrik ausgekotzt haben.

 

 

Nebenbei mache ich beim 560er SEC, Original von Koenig Specials in München umgebaut, Kleinigkeiten.

 

 

Beide hatten eine schwere Zeit, jetzt gehts ihnen wieder gut.

Liebe Grüße und bleibt gesund!“

 


 

Harald L.
„Ich war nicht immer cool mit meiner Vespa. 1988 war ich mit meiner 50 special der einzige Rollerfahrer, meine Freunde fuhren Gatschhupfer und Maxis. Zwei Jahre später wollten mir plötzlich alle meine Vespa abkaufen…😊 Meine Jugendliebe ließ mich nicht los – 1998 kaufte ich mir eine 125 t.s. von 1977, spraydosenlackiert in silber – und verkaufte sie wieder, 3 Jahre später. 2015 musste dann meine Traum-Vespa her, eine 125 Sprint von 1967. Der Trapez-Lenker hat mir schon immer am besten gefallen, und orange sowieso…

 

 

Warum Vespa? Sie ist eine Zeitmaschine, verpackt in ein Kunstwerk. Sie verströmt das italienische Lebensgefühl der 50er bis 70er Jahre sowie lieblichen 2-Takt-Duft. Jeder kennt ihren Klang. Und sie macht Spaß beim Fahren, während sie so manchem Passanten ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.“

Jürgen W.
Mein Golf aka. Das Auto.

Im Grunde genommen wollte ich 2009 eigentlich nur ein wetterfestes Cabrio für das ganze Jahr kaufen, da es auch im Winter einige schöne Tage geben kann. Die Ausstattung, die das Auto definitiv haben sollte, waren: Mehr als 100PS, Frontantrieb, 4 oder 5 Sitzplätze, ABS, Klimaanlage, Glasheckscheibe. Das schränkte die Suche natürlich stark ein, da blieben nämlich nur Ford Escort Cabrio, Opel Kadett/Astra Cabrio und VW Golf Cabrio übrig. Preislich sollte es auch im Rahmen liegen, da mein damaliger Wechselzyklus für Autos bei maximal 2 Jahren lag.

 

 

Somit sollte der Zustand entsprechend sein, damit ich ohne große Reparaturen an Karosserie und Technik über diese 2 Jahre komme. Die Wahl fiel nach ein paar erfolglosen Besichtigungen auf ein 11-jähriges VW Golf 2.0 Cabrio, das die entsprechende Ausstattung aufwies und in einem mittelmäßigen Zustand war.Als erstes wurde dem vernachlässigten Auto erst mal eine große Inspektion zuteil und die Schweller wurden von einem Fachbetrieb entrostet und lackiert, damit ich problemlos über den ersten Winter kommen würde – der auch der letzte Winter für das Auto war.

 

 

Mir ist das Auto nämlich in dieser kurzen Zeit bereits sehr ans Herz gewachsen, weil es absolut problemlos und ohne Murren treu seinen Dienst verrichtet. Genau dies ist auch ein Nachteil, weil es den Golf in gewisser Hinsicht auch etwas langweilig macht. Trotzdem durfte er die letzten 11 Jahre bei mir bleiben und es ist glücklicherweise noch kein Ende in Sicht. Ich hoffe inständig, dass er mich noch lange Jahre auf vielen Kilometern begleitet.

 

 


 

Die Bilder stammen von den jeweiligen Teilnehmern des virtuellen Alltagsklassiker Saturday Night Cruising.

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