kennzeichen

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eigentlich sollten die alten, schwarzen österreichischen kennzeichen im jahre 2013 schon längst von den strassen verschwunden sein, wenn man den ankündigungen der verkehrsbehörden aus dem jahr 1990 glauben hätte sollen, als die anfangs ungeliebten weißen kennzeichen eingeführt wurden. zu sehr erinnerten sie den stolzen österreichischen automobilisten an die unseres nördlichen lieblingsnachbarlandes deutschland.

davon ist bisher aber keinerlei rede, es fahren immer noch zahlreiche fahrzeuge mit den alten, schwarzen taferln auf unseren strassen herum. besonders bei anhängern und traktoren, sieht man sie noch häufig. aber auch bei neuwagen, die vor dem 1.1.1990 angemeldet wurden und mittlerweilen zu youngtimern gereift sind, kann man hin und wieder ein schwarzes blech erblicken.

mit den alten schwarzen kennzeichentaferl mit dem bundesländerkürzel und ziffern, so niedrig wie nur möglich war man schließlich wer, der nummerntafeladel trieb skurille blüten.
spitzenpolitiker hatten ein- maximal höchstens zweistellige kennzeichen, in ländlichen regionen ließen die niedrigen kennzeichen auf die ersten profiteure des wirtschaftswunder nach dem zweiten weltkrieg schließen, unternehmer und großbauern zeigten mit ihren chromblitzenden limousinen ihren status, während der einfache arbeiter noch auf fahrrädern und mopeds saßen und mit viel fleiß auf das erste motorrad oder den kleinwagen sparten. der kleinwagen durft dann gerne von steyr-puch sein und auf den namen 500 hören, der  in graz-thondorf vom band lief.

mittlerweilen sind die kennzeichen weiß mit schwarzen buchstaben (bundeslandesbezirkkürzel) und einer ziffer- und buchstaben kombination. und seit dem jahre 2002 auch mit der länderkennung „a“ für österreich versehen.
mit einführung der neuen kennzeichen war es auch möglich, sich ein wunschkennzeichen zu registrieren, was nicht nur viele firmen als werbeträger genutzt haben, sondern auch die phantasie vieler privatpersonen zum überkochen geführt hat, was sich in ergüssen wie bärli 1, hasi 3, wozu 6, rambo 1, ynot 6, etc. nach wie vor auf den strassen des landes zeigt.

neidisch sehen wir auch immer wieder in das land der eidgenossen, mit ihren kleinen frontkennzeichen – ideal für fahrzeuge deren front durch die großen eu kennzeichen bei uns entstellt werden.

wiederum neidisch beäugt werden hingegen unsere wechselkennzeichen, mit deren hilfe man bis zu drei fahrzeuge auf ein kennzeichen anmelden kann, wobei nur für das jeweils ps-stärkste die steuer und versicherung zu berappen sind.
in österreich bekommt man die kennzeichen bei der zulassungsstelle seines vertrauens, in deutschland bekommt man preiswerte kennzeichen auf kennzeichen.de

ein für liebhaberfahrzeuge ideales modell gibt es in deutschland, mit den saisonkennzeichen. seit 2012 gibt es auch in deutschland ein saisonkennzeichen,mit dem man bis zu zwei fahrzeuge aus der selben fahrzeugklasse auf ein kennzeichen zulassen kann.

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