Tuning beim Klassiker: OK oder ein No-Go?

Tuning bei Klassikern, ein Thema das sehr polarisiert! Das zeigte sich auch deutlich bei Diskussionen in der vergangenen Woche im Alltagsklassiker Forum und auf der Alltagsklassiker Seite auf Facebook.

Einerseits gibt es die Hardliner, denen ein Klassiker nicht original genug sein kann. Diese Fraktion stößt sich bereits an den falschen Stahlfelgen an den richtig dimensionierten Reifen. Farbe, Ausstattung und Zierleisten dürfen nicht abweichen von der Werksauslieferung.

 

Modifizierte Volkswagen beim Halloween Night Cruise

 

Die andere Seite schert sich einen Dreck darum wie einst das Fahrzeug vom Band lief! Da wird drauf los getunt bis die Polizei kommt. Tiefer, breiter, härter – Hauptsache nicht mit der Masse schwimmen.Große Räder, maximale Tieferlegung, Airride, negativer Sturz. Bodykits, LED Leuchten, röhrende Auspuffanlagen, die den Sound eines hochgezüchteten Motors in die Welt raus schreien. Oft enden diese Fahrzeuge als Trailerqueen, die von Treffen zu Treffen transportiert werden. Da wird viel Kohle verpulvert, Geld das man bei einem Wiederverkauf kaum wieder rein bekommt. Diese exzessiven Tuningmaßnahmen werden oft mit einem Kredit finanziert.

 

In den 1980ern zum Cabriolet umgebauter Ford Taunus

 

“...und ganz ehrlich, manche Modelle gab´s doch eigentlich nie wirklich ohne Tuning im Straßenverkehr; Manta, Capri, Scirocco, etc. sah man nur äußerst selten im Werkszustand.“ Michael Fenz

 

Dann gibt es unter den Tunern auch noch die Gattung, die ja zu modifizierten Fahrzeugen sagen, aber auf zeitgenössisches Tuning setzen. Sprich solche Felgen montieren, die es gab, als das Fahrzeug noch neu war. Ebensolche Spoiler, Zubehör und Gimmicks verbauen, die aus der Zeit stammen. Dabei ist vielen auch wichtig, das die Umbauten auch wieder ohne großen Aufwand wieder rückgängig gemacht werden können.

Manche werden unfreiwillig zum Tuner, da es für einst in Großserie produzierten Modellen kaum mehr Ersatzteile verfügbar sind und man z.B. auf Sportfahrwerke oder Auspuffanlagen aus dem Zubehör ausweichen muß.

 

 

Sicher Original ist Original. Zeitgenössisches Zubehör und Tuning Optimal für den Wert aber jeder wie er mag und kann. Hauptsache die Fahrzeuge werden bewegt und vergammeln nicht in Hallen und Garagen.“ Arno Sollhart

 

Klar, geht man davon vom Werterhalt oder der Wertentwicklung eines Klassikers aus, ist das originale Fahrzeug das bessere. Das fällt aber eher bei hochpreisigen Old- und Youngtimern ins Gewicht, einem Mercedes Flügeltürer wird keiner pinke 20 Zöller und ein Airridefahrwerk montieren um damit zu posen.

 

Fiat 127 nach persönlichem Gusto modifiziert

 

Aber auch hochpreisige Klassiker wie der Porsche 911 bleiben von modernen Modifikationen nicht verschont, besonders hochwertig wird das z.B. vom amerikanischen Feinkostladen Singer zelebriert.

 

BMW 850i Widebody

 

 

Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist was gefällt! Dem Besitzer muss sein Fahrzeug gefallen und Freude bereiten, keinem anderen. Wenn man den Wunsch hat seinen Klassiker zu individualisieren, dann soll man es nach seinen Vorstellungen machen. Ob sich das in Flip-Floplack, 19 Zöllern oder einer zarten Spoilerlippe ausdrückt, bleibt dem persönlichen Geschmack vorbehalten. Sollte es anderen nicht zu Gesicht stehen, bleibt immer noch viel Stoff für Diskussionen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Umfrage von Smava, die aufzeigt wohin das Geld beim Tuning fließt.

 

Wie stehst Du zu Tuning am Klassiker? Ist das für dich in Ordnung Deinen Klassiker nach deinen Vorstellungen zu modifizieren, oder ist das ein No-Go? Die Kommentarfunktion ist dein Freund!

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