Die perfekte Hobbywerkstatt

Wer von uns Young- oder Oldtimerfahrern träumt nicht von seiner eigenen Werkstatt? Einem Raum wo man seinem Hobby nachgehen kann, abschalten vom Alltag schrauben, schweißen, Blech bearbeiten, Motoren zerlegen und alle Arbeiten die eben so anfallen, wenn man Klassiker am Leben erhält oder gar restauriert. Die wenigsten haben den Platz und die Möglichkeit dafür sich so eine Werkstatt einzurichten und ständig zu betreiben. Das machen nur die Hardcoreschrauber, die ständig an irgendwelchen Fahrzeugen arbeiten, wir Hobbyschrauber träumen immer nur davon und wechseln unsere Reifen und das Öl weiterhin in der Auffahrt.

Aber wenn wir schon träumen, dann träumen wir von der perfekten Hobbywerkstatt die mit allem Pipapo ausgestattet ist und wo an nichts gespart wurde. Aus zahlreichen Gesprächen mit ambitionierten Schraubern und Diskussionen im Alltagsklassiker Forum, weiß ich was der Hobbyschrauber gerne in seiner Traumwerkstatt hätte.

 

Must haves

Zuerst wünscht man sich mal eine Werkstatt, die nicht weit vom Wohnort entfernt ist und leistbar ist, ideal ist es natürlich wenn man das Ganze im Eigentum betreibt und die Werkstatt an das Haus angebaut oder darin integriert ist. Ausreichender Platz wird natürlich vorausgesetzt, damit man nicht nur arbeiten, sondern auch Ersatzteile und Betriebsmittel und am besten auch noch Fahrzeuge trocken und sicher lagern kann. Wichtig ist ein Wasseranschluß mit Waschbecken um sich nach getaner Arbeit zumindestens notdürftig zu reinigen. Ebenfalls nicht unwichtig in Reichweite ist eine Toilette.

 

Ausstattung

Grundausstattung einer jeden Werkstatt sollte ein ebener Zugang mit großem Tor sein. So viel wie möglich Tageslicht ist natürlich ideal und für nächtliche Schrauborgien eine gute blendfreie Beleuchtung. Für die kühleren Monate ist eine Heizung kein Fehler, um zu mindestens die Temperatur im Plusbereich zu halten, man schraubt gleich motivierter und entspannter, wenn nicht der Erfrierungstod über einem wie ein Damoklesschwert schwebt.

Werkstattwagen

Bild: Kaiser+Kraft

Ideal zum lagern sind robuste an der Wand befestigte Regale, die alles sicher verwahren können. Eine Hebebühne wäre für mich eine Grundvoraussetzung für eine gut eingerichtete Werkstatt. Weiters eine funktionale stabile Werkbank, mit viel Arbeitsfläche und Stauraum, ein mobiler Werkstattwagen mit gut sortiertem Werkzeug und stabilen Laden. Ein leistungsfähiger Kompressor mit funktionalem Zubehör vom Schlagschrauber, über Luftpistole und Spritzpistole für die Lackierung von Kleinteilen, sollte ebenfalls vorhanden sein.

Klar, auf so simple Dinge wie Wagenheber, Unterstellböcke, Reinigungspapier, magnetische oder klemmbare Lampen sollte man auch nicht vergessen, beim einrichten einer Werkstatt. Alles Dinge, die man dann schmerzlich vermisst, wenn man sie auf der Stelle benötigen würde.

 

Werkbank

Bild: Kaiser+Kraft

Was in keiner Werkstatt fehlen darf, ist ein Radio und ein Kühlschrank! Wenn man alleine schraubt, hilft Musik einem über die oft einsamen Stunden hinweg, ein kühles Getränk sowieso.

Ist man ein Meister der Blechbearbeitung, darf natürlich auch schweres Gerät wie ein Schweißgerät, Flex, Standbohrmaschine etc. nicht fehlen – alles Dinge die man sich dann zulegt, wenn der erste Handlungsbedarf dafür gegeben ist. Weiter sind ein Motorkran, bzw. Flaschenzug oder ein Getriebeheber sinnvolle Helfer in der Werkstatt.

 

Sicherheit

Ein Thema auf das gerne vergessen wird, wobei es doch einen großen Stellenwert in einer Werkstatt haben sollte: Sicherheit am Arbeitsplatz!

Deswegen gehört ein Verbandskasten unbedingt an die Wand geschraubt, an einen fixen Ort der jederzeit erreichbar sein muss. Regelmäßige Kontrolle bzw. das nachfüllen von verbrauchtem Verbandsmaterial sollte Ehrensache sein.

Man will ja nicht vom schlimmsten ausgehen, aber wenigstens ein regelmäßig kontrollierter und gewarteter Feuerlöscher sollte ebenfalls gut sicht- und erreichbar zum Inventar gehören.

Werkzeug-Sortiment

Bild: Kaiser+Kraft

Zur Sicherheit gehört ebenfalls, die sichere Lagerung und auch Entsorgung des Werkstättenabfalls. Dazu geeignete Gefäße, sollten ihren fixen Platz im Schrauberparadies haben. Eine gewisse Ordnung und Sauberkeit erleichtern ebenfalls das unfallfreie Leben in einer Werkstatt. Rutschfeste oder hemmende Matten erleichtern das Schrauben ungemein.

Gehörschutz, Schweißmasken und Sicherheitsbrillen, Arbeitshandschuhe sind unerlässlich, wenn man sich ans Blech ran wagt, Sicherheitsschuhe und Bekleidung sind auch kein Fehler im Umgang mit schnelldrehenden Maschinen und gefährlichen Flüssigkeiten.

 

Wenn Geld keine Rolle spielt

Wenn das Budget nur eine untergeordnete Rolle spielt, dann ist vieles möglich, da sind dann nach oben kaum Grenzen gesetzt, womit man seine Traumwerkstatt ausstatten kann.

Was in keiner Luxuswerkstatt fehlen sollte ist eine Sitzecke, jeder fleißige Schrauber braucht mal eine Pause, einerseits um die nächsten Arbeitsschritte zu planen, andererseits um die getane Arbeit zu bewundern oder auch nur seine müden Knochen zu erholen. Dabei hilft natürlich dann auch die Kaffeemaschine und entsprechende Fachliteratur um die wohlverdienten Arbeitspausen zu genießen.

Als geselliger Schrauber, darf dann natürlich auch der Griller nicht fehlen um Garagenpartys auszurichten, denn irgendwo muss man ja auch mal die Lötlampe sinnvoll einsetzen – und wenn es nur zum anfeuern des Grillers ist.

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