Klassiker: Rollendes Kulturgut auf unseren Straßen

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Wer kennt sie nicht und hat sie nicht zu mindestens schon einmal gesehen? Sie sind Legenden der Straße, ein Stück Geschichte zum Anfassen und oftmals Zeugnis einer längst vergangenen Zeit. Die Zeit mag vergangen sein, aber ihre Fahrzeuge gibt es noch. Automobile wie die BMW Isetta, der Ford Capri, der Opel Kapitän und der Lancia Fulvia sind nur einige Beispiele für Oldtimer. Der Bestand an Oldtimern ist tatsächlich erstaunlich groß und somit natürlich auch der Anteil an Oldtimerfreunden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Relikte aus vergangenen Zeiten möglichst im Original zu erhalten.

 

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Eine der Hauptschwierigkeiten beim Erhalt und der Restauration ist dabei das Beschaffen von originalen oder zumindest gleichwertigen Ersatz-­ und Zubehörteilen. Natürlich gibt es Onlineshops wie www.mein­-reifen-­outlet.at, die sich auf Oldtimerzubehör spezialisiert haben und für viele Oldtimermarken Reifen und anderes Zubehör liefern können, aber die Ersatzteilbeschaffung wird schwieriger je älter das Fahrzeugmodell ist.

Restaurierung und Erhalt­ eine Aufgabe für Enthusiasten

Die Schwierigkeit bei der Wartung und Pflege von Oldtimern liegt zum einen in der einfachen Tatsache, dass die meisten Ersatzteile heutzutage nur noch schwer oder gar nicht zu bekommen sind. Bei jüngeren Modellen besteht oftmals noch die Chance, dass man Zubehör auf Schrottplätzen oder in auf Oldtimer spezialisierten Onlineshops und Geschäften findet. Die Restauration der oftmals gebrauchten Teile ist ein relativ problemloses Unterfangen im Vergleich zu den Schwierigkeiten, die man bei Klassikern hat, für die es definitiv keine Ersatzteile mehr gibt. Bei solchen Modellen muss man dann oft Firmen aufsuchen, die die entsprechenden Maschinen haben, damit das entsprechende Teil in mühevoller und extrem teurer Einzelfertigung dann wieder neu hergestellt werden kann, wobei viele Teile aber nicht in der gewünschten Art und Weise wieder hergestellt werden können. Bei vielen renommierten Autoherstellern findet glücklicherweise ein Umdenken statt und es werden eigene Klassikersparten gegründet. Viele Ersatzteile werden dafür rund um die Welt eingesammelt; aber es gibt auch viele Nachfertigungen von stark nachgefragten Ersatzteilen. Oft werden stolze Preise für diese Ersatzteile aufgerufen, aber als Liebhaber greift man gerne etwas tiefer in die Tasche um seinen Klassiker originalgetreu zu restaurieren.

Aber nicht immer greift man auf die damaligen Standards in der Autoindustrie zurück.

So besaßen zum Beispiel Reifen aus dem angehenden 20. Jahrhundert eine völlig andere Materialzusammensetzung. Aber sie hatten auch ein völlig anderes Maß und ein ganz anderes Profil wie moderne Reifen. Derartige Reifen heute erneut herzustellen dürfte auch für Vulkanisierer ein nahezu unmögliches Unterfangen sein, auch wenn es Reifen im Retro-Stil gibt. Andere Teile von Oldtimern wie zum Beispiel die Sitzbezüge oder der Innenhimmel bekommt man heute zwar oftmals nicht mehr als sogenannten New-Old-Stock-Teil, aber oftmals als sehr gute Replikat.

 

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Bilder: mein-reifen-outlet.at

Ein ähnliches und oftmals unterschätztes Problem liegt beim Lack, denn dieser wird oftmals gar nicht mehr so hergestellt. Liebhaber von Klassikern sind so oftmals dazu gezwungen auf Farben zurückzugreifen, die nicht zu 100% dem Originalton entsprechen oder alternativ Firmen im Ausland zu finden die bereit sind die Farben im Original wieder zusammen zumischen. Inzwischen ist die Technologie aber soweit, dass man mit einigen Kniffen und Tricks nachvollziehen kann, wie die Rezeptur der Farbzusammensetzung oder wie der Lack aufgebaut ist. Auch wenn es kaum zu glauben ist, sind derartige Vorgehensweisen für die wahren Autoliebhaber keine Seltenheit. Bei wirklich seltenen oder alten Modellen, nimmt man diesen Aufwand gerne in Kauf.

Aber es sind gerade solche Enthusiasten, die wir brauchen um einen wichtigen Teil unserer Geschichte am Leben zu erhalten. So können wir uns dann auch in Zukunft über die wunderschönen Zeitzeugen automobilen Kulturgutes freuen.

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