Oldtimermesse Tulln 2016

Österreich hat an Oldtimermessen wenig zu bieten, also ist die Messe in Tulln fast ein Pflichttermin für an klassischen Fahrzeugen Interessierte. Die 2015er Ausgabe habe ich ausgelassen, aber 2016 war das Wochenende schon lange rot im Kalender markiert. Ich bin mit Volvi entspannt im 960er Volvo raufgecruist um über die Messe zu schlendern und ein wenig Altautoluft zu schnuppern, Bekannte zu treffen und am Teilemarkt die japanische Nadel im Heuhaufen zu finden.

Das gute Wetter hat reichlich Besucher angezogen, die sich durch die gut gefüllten Hallen geschoben haben. Teils sehr interessante Ausstellungsexponate waren zu sehen, aber auch eben viele der Mainstreamklassiker, an den man sich gleich sattgesehen hat. Der x-te Käfer, MG-B, W123 oder Ente reissen mich nicht zu Begeisterungsstürmen hin.

Doch es gab durchaus einige Exponate zu sehen, die es verdienen hervorgehoben zu werden:

Da wäre einmal das Skoda Rapid Garde Cabriolet, das mir schon 2011 in der Südsteiermark untergekommen ist und seitdem den Besitzer gewechselt hat. Jetzt ist es im Schoß des Skoda Veteranen Club Österreich gut aufgehoben. Auch ein zweites Exemplar der raren Cabriolets war am Stand des Clubs zu sehen.

 

Eine geheime große Liebe von mir ist der unerreichbare Lancia 037, hier als nur 200 Mal produzierter straßenzugelassener Stradale. Ein legendärer Zeitzeuge aus den Heydays der Gruppe B.

 

 

Ein weiteres Highlight für mich war der BMW-Stand mit einigen Zuckerln aus der hundertjährigen Geschichte der Marke mit dem Propeller im Logo.

 

 

Absolut sehenswert und wohl der Höhepunkt der Messe war ein kürzlich getätigter Scheunenfund, ein Steyr XX aus dem Jahre 1929, der in den 50ern für einen Grazer Radiohändler zum fahrenden Showroom umgebaut wurde. Vor dem Kühlergrill wurden zwei große Lautsprecher montiert, am Dach des Fahrzeuges befindet sich eine von einem Elektromotor angetriebene Figur, im verglasten Laderaum werden Radios und Fernseher präsentiert.

 

 

Der Teilemarkt war wie immer groß und es war eine Qual sich in der Hitze durch die vielen Stände durchzuarbeiten. Eine große Auswahl an brauchbarem, skurrilem und Kernschrott wird da angeboten, teils werden horrende Summen aufgerufen, teils gibt es Schmankerl zu Spottpreisen. Ersatzteile für meine japanischen Fahrzeuge waren natürlich eine Fehlanzeige, aber immerhin einige Prospekte und Modellautos habe ich gefunden und gegen kleine Scheine getauscht. Den mit leeren Händen kann man ja nicht heimkommen.

Alles in allem war es ein feiner Tag, der mit müden Beinen und grinsenden Gesichtern geendet hat – Tulln sieht mich sicher wieder. Auch zeigte sich, das man den Volvo auf Langstrecke mit legalem Tempo unter 10 Litern bewegen kann. Halvar ist halt doch für die Langstrecke gemacht und kein Stadtauto.

Einen realen Rundgang durch die Messe können die anschließenden Bilder nicht ersetzen, aber man bekommt einen Überblick was man als Daheimgebliebener versäumt hat.

 

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