Borgward Isabella Cabriolet

Ok, Alltagsklassiker ist das wohl keiner, aber das Prachtexemplar kann ich Euch nicht vorenthalten das Volker letzten Sommer in Neusiedl am See abgelichtet hat. Ein Cabriolet vom Borgward Isabella kommt einem nicht alle Tage unter und wenn dann am ehesten auf einem Oldtimertreffen und nicht in freier Wildbahn.

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Bild: Volker Stanzer

Ein wenig zur Geschichte des Borgward Isabella, gehört natürlich auch hierhin: 1954 wurde die Limousine präsentiert und war vom ersten Tag an ein Verkaufserfolg. Die moderne Konstruktion wurde nach einer Entwicklungszeit von nur 10 Monaten realisiert, die anfänglich natürlich einige Macken hatte, die aber flott ausgemerzt wurden. Eine selbsttragende Karosserie mit schickem Design war deutlich gefälliger als die Pontonform des Vorgängers Borgward Hansa 1500 und passte perfekt in die Wirtschaftswunderzeit des aufstrebenden Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Auch der Vierzylinder-Reihenmotor mit hydraulisch betätigter Kupplung und vollsyncronisiertem Getriebe mit Lenkradschaltung war eine Neuentwicklung.

1955 wurde der Limousine ein Cabriolet und ein Kombi zur Seite gestellt und damit die Modellfamilie erweitert. Das Cabriolet, eine Entwicklung von Johannes Beeskow, wurde mit aufwendigen Versteifungen bei Deutsch in Köln produziert.

1956 kam noch ein Coupe von der Isabella auf den Markt, das die Modellfamilie komplettierte. Auch das Coupe verwandelte der Karosseriebauer Deutsch in Köln in ein sehr gefälliges Cabriolet.

1961 sank der Stern von Borgward und man schlitterte in die Insolvenz, bis 1962 blieb die Isabella in Produktion. Die Gesamtproduktion betrug 202.862 Exemplare, inklusive der nur für den Export hergestellten Pickups. Die Produktionsanlagen der Isabella wurden nach Mexiko verschifft, wo noch einige Exemplare während der 1960er Jahre gebaut wurden.

 

 

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